Dienstag, 26. Juni 2007

Montag 25.06.2007

Ich hab dann bis 8:30 Uhr geschlafen. Dann wollte ich aber auch aufstehen, da ich ja noch nach San Francisco musste und dort noch ein bissel Zeit verbringen wollte

Ich hab mir dann den kostenlosen Kaffee geholt und ein bissel was auf meinem Zimmer gegessen und bin dann so gegen 9:30 Uhr los.

Ich bin dann von Reno erstmal zum Lake Tahoe gefahren, da ich mir den auch unbedingt mal anschauen wollte, da immer alle von dem schwärmen. Der See liegt auf ca. 1900m Höhe, ist sehr groß und soll ein tolles blau als Wasserfarbe haben.

Auf dem Weg dahin habe ich dann nochmal meinen schon mal gewechselten Reifen getauscht, da der, den ich drauf hatte immer wieder wenig Luft hatte und am morgen dann schon wieder bedenklich aussah und ich außerdem lieber wieder die Originalreifen drauf machen wollte. Das hat auch gar nicht so lange gedauert und danach hat es sich echt wieder besser gefahren. Wer weiß, wie viele Liter ich durch den fast platten Reifen vergeudet habe. Mich haben ja auch ab und zu aute angesprochen, dass ich nen platten Reifen hätte, ich hab dann immer nur gesagt, dass der nur ein bissel wenig Luft hat.

Nach dem Reifenwechsel war ich dann schön dreckig an den Händen und bin dann so zum Lake Tahoe gefahren. So richtig begeistert hat er mich dann nicht. Die Fahrt ist zwar schon schön, da man durch richtig hohe Berge und tolle Wälder fährt, aber so richtig blau, wie ich es gedacht hätte, war der See nicht. Das lag aber vielleicht auch daran, dass um den See gerade ein größerer Waldbrand war. Dadurch war alles etwas verqualmt. Ich bin dann auch ewig durch richtigen dicken Rauch oder Nebel gefahren und es waren eigentlich nur Feuerwehrautos, Polizeiautos und ich auf der Strasse. Dadurch bin ich aber dann an den Serpentinen recht schnell vorangekommen, was sonst bestimmt wieder ewig gedauert hätte. Den richtigen Waldbrand habe ich nicht gesehen, nur den Rauch im Wald.

Dann bin ich direkt weiter nach San Francisco über Sacramento. Ich war dann so gegen 15:30 Uhr an meinem Motel an Flughafen. Das Motel war dann echt gar nicht schlecht für den Preis. Im Motel hab ich dann geduscht und alles fürs Konzert fertig gemacht und bin dann los nach San Francisco.

Als ich am Anfang der Reise von San Francisco weg gefahren bin, hatte ich gar nicht daran gedacht, dass ich ja nochmal wieder komme. Der Tag in San Francisco gestern war dann umso schöner. Ich bin dann dahin gefahren wo das Konzert stattfindet und hab auch recht schnell einen sehr guten kostenlosen Parkplatz bekommen. Dort habe ich mir dann doch schon die Jeans angezogen, die ich eigentlich erst am Abend zum Konzert anziehen wollte, da es richtig kalt und windig war.

Dann bin ich nochmal los in Richtung Zentrum gelaufen. Die Wegstrecke waren dann um die 1,5 Km one-way. Das krasse ist ja wieder gewesen, dass ich dabei durch wirklich komische Gegenden gekommen bin, an denen draußen nur schwarze rumstehen. Aber mich hat sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg niemand angesprochen. Auf dem Rückweg lagen dann auch richtig viele Penner auf den Fußwegen. Es ist wirklich komisch, wie schnell man von einem wirklich guten in ein schlechtes Wohnviertel kommt und wie viele Penner es trotz dem ganzen Reichtum in San Francisco gibt und wie schön die Stadt trotzdem ist.

Ich bin dann erstmal nochmal zu dem Thailänder gegangen, bei dem ich an den ersten Tagen essen war. Das war dann wieder richtig lecker. Dann bin ich nochmal in ein paar Läden gegangen, hab aber nix mehr gekauft.

Dann bin ich wieder zurück zum Konzert und habe dann meine Tickets geholt und mich in die Schlange gestellt. Dort habe ich dann mit einem Paar gesprochen, welche im Oktober nach Deutschland kommt und so ein bissel über die Musik gesprochen. Die beiden wollen in Deutschland zum De-Vision Konzert gehen. Lustig.

Die Vorband beim Konzert war dann völlig krass und ich war auch total platt und sprachlos. Die waren eine Mischung aus Punk-Rock und Placebo. Die langsameren Stücke haben eigentlich richtig gut geklungen, aber die beiden haben die ganze Zeit auf so große Blechcontainer draufgeschlagen und die Leute sind nur rumgesprungen. Irgendwie hat das gar nicht zu VNV Nation und zu den anderen Vorgruppen bisher gepasst. Aber die Stimmung war schon nicht schlecht.

Das echte Konzert war dann nochmal richtig toll! Die Stimmung war auch richtig super, obwohl ich insgesamt das Konzert in Salt Lake City am besten fand, da dort eigentlich eine bessere Stimmung war. In San Francisco sind die Leute zwar wie verrückt rumgesprungen, aber haben nicht wirklich mitgesungen. Später bin ich dann nochmal auf die After Show Party. Die war dann in einem Club, in dem wohl am Montag immer Dark Wave gespielt wird. Die Musik da war auch richtig gut.

Da das dann mein letzter richtiger Urlaubstag war, kann ich ja schon mal ein kleines Fazit schreiben. Insgesamt fand ich den Urlaub richtig toll und bin auch im Moment ganz schön traurig, dass ich nun nach Los Angeles zurück muss und dann heimfliegen werde. Ich denke, dass der Urlaub auf jeden Fall auch durch die 3 Konzerte unvergesslich wird, da die wirklich so toll waren! Ich glaube ja nicht, dass es jemals wieder klappt, dass ich überhaupt nochmal alleine hier her fahre und dann auch noch so coole Konzerte genau auf meiner Tour sind. Das tolle war ja auch, dass das Konzert in San Francisco so etwas wie der Abschied meiner Reise hier ist. Irgendwie hatte sich die Reise auch ab dem ersten Konzert geändert und ich fand die Reihenfolge so richtig gelungen, erst recht viel Natur und dann doch nochmal ein paar Leute sehen und kennenlernen. Nach dem ersten Konzert hatte ich auch irgendwie gar keine Lust mehr auf Natur – deswegen wars in der Reihenfolge auch viel besser!

Ich will nicht heim :-).

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dann lieber Mirko, wenn Du nicht heim willst und bevor Du unzählige Zellstofftaschentüchern das Leben raubst, bewirb' Dich um eine Greencard. Mit Deinen Qualifikationen und dem entfachten Enthusiasmus aus Deiner Reise, das muß doch die Arbeitgeber aus der Reserve locken. Das Glück dazu natürlich auch. Paß auf Dich auf, damit wir sagen können: Welcome home in Germany!

Anonym hat gesagt…

Jenseits der Erfahrungen ist da noch mehr. Es ist nicht "das Ding an sich", wie´s Kant meint. Schopenhauer hat ihm da wiedersprochen:

"Im Reich der Wirklichkeit
ist man nie so glücklich
wie im Reich der Gedanken."

... und das glaube ich ihm jetzt einfach mal ... und da nimmst Du viel mit nach Hause. Vielleicht kann Dich das etwas trösten :-)

Komm gut ´rüber

Anonym hat gesagt…

Ach wie schön, ich stimme Schopenhauer da voll und ganz zu :-).
Das ist ja das gemeine an Urlauben, besonders so langen. Da erlebt man ein Land so intensiv und dann muss man heim ins kalte Dtl., zurück an die Arbeit! Aber das Los trifft ja die Meisten von uns und denk mal an die armen Landsleute da drüben. Die könnten wohl maximal 3 Wochen Urlaub machen.
Also, ich wünsch einen guten Heimflug, obwohl ich ja geglaubt habe, du fliegst nochmal nach Chicago oder so. Und eine nicht allzu lange Umstellung von Urlaub, Freiheit, Abenteuer zu Arbeit und Alltag. Da mussten schon so viele durch, das schaffst du.