Donnerstag, 28. Juni 2007

Dienstag 26.06.2007

Ich habe bis circa 9:30 Uhr geschlafen und hab dann erstmal noch etwas von dem Rest von dem Frühstück im Motel geholt. Ich hab dann 2 Toasts gegessen und etwas Orangensaft getrunken. Danach habe ich nachgefragt wann die Check-Out Zeit ist. Diese war 12:00 Uhr. Da ich nicht mehr einschlafen konnte und ich eigentlich auch nichts weiter mehr am Tag vorhatte, dachte ich mir, dass ich mal mit dem packen anfangen kann. Ich musste ja alles was völlig verstreut im Auto rumlag (wie schon geschrieben, hatte aber alles sein System :-) ) in die 2 Taschen und die 2 Rucksäcke reinbekommen. Ich hab dann auch schon eine ganze Menge aussortiert, da ich mir dann schon gedacht hatte, dass ich nicht nochmal im Zelt übernachten werde. Ich hab dann 2 Stunden lang rumgepackt und geräumt und bin dann auch ganz gut fertig geworden. Erstaunlicherweise hat eigentlich alles in die 2 Taschen gepasst, die schon auf der Hinreise voll waren, obwohl ich wirklich nicht wenig neues gekauft habe und eigentlich nichts weiter nicht mit zurück genommen habe. Das einzige, was ich nicht mehr zurücknehmen wollte, war die Alumatte (die schon ganz schön viel Platz weggenommen hat) und ein Campingführer (den ich nie gelesen hatte, der aber echt viel Platz weggenommen hat). Sonst habe ich eigentlich alles wieder mit eingepackt. Gegen 12 bin ich dann gestartet, ich habe dann nochmal kurz an einem anderen Motel angehalten um über deren W-Lan (meins hatte mal wieder keins) die letzten beiden Tage in den Blog zu stellen. Dann bin ich auf die letzten 500 Meilen meiner Reise nach Los Angeles gestartet. Ich habe ich Gilroy nochmal kurz angehalten um zu tanken und im Outlet nach einer Sonnenbrille zu schauen. Da die aber alle nicht so toll und auch sehr teuer waren, bin ich dann recht schnell weiter gefahren.

Auf dem Weg bin ich dann noch an der Riesen-Rinderfarm vorbeigekommen, von denen die Österreicher erzählt hatten. Aufgefallen ist mir das eigentlich nur wegen dem fürchterlichen Gestank, der auf einmal in meinem Auto war. In der Farm warten auf engstem Raum Massen von Rindern auf ihr Ende. Sie werden dann noch bei richtiger Hitze von riesigen Sprinkleranlagen feucht gehalten … echt krass!

Ansonsten gings so ca. 200 Meilen nur aber auch wirklich nur geradeaus! Kurz vor Los Angeles wurde es dann mal wieder etwas kurviger.

Ich wollte als erstes an den Zeltplatz direkt am Flughafen (der ist direkt auf dem Strand und direkt über einem starten die Flugzeuge, ist eigentlich echt interessant, aber natürlich nicht ganz so still) fahren, da ich dachte, dass ich dort ein paar „Neuankömmlinge“ finde, die mir vielleicht meinen Herd und meine Kühltasche abkaufen. Als ich dann so gegen 7 am Strand angekommen bin, waren aber leider nur Laer dort, die ich nicht fragen wollte. Also bin ich dann wieder weggefahren und hab nochmal kurz am Flughafen gehalten, um zu fragen, wann ich denn einchecken kann. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich dann schon am Abend eingecheckt, aber ich konnte das erst ab 4:15 Uhr.

Also bin ich dann weiter gefahren. Ich wollte dann erstmal was essen, aber nicht unbedingt in so ein etwas besseres Fast-Food Restaurant gehen. Nun ists ja aber nicht so leicht in dem Riesen Moloch was schönes zu finden. Ich bin dann nach Santa Monica gefahren, da ich wusste, dass auf dem Fussgängerboulevard ein paar Restaurants sind, in denen man schön und nicht teuer essen kann. Nachdem ich dann endlich da war, habe ich erst ein bisschen wegen einem Parkplatz gesucht, dann aber das kostenlose gefunden. Dann bin ich in ein echt gutes Restaurant, wo man schön draussen sitzen konnte gegangen und hab ne Suppe, nen Salat gegessen und einen Kaffee getrunken. Nach den Tagen, an denen ich nochmal richtig viel gefahren bin und nicht wirklich viel und gut geschlafen habe, war ich dann auch ganz schön fertig, als ich endlich mal nicht im Auto gesessen habe.

Das Essen war dann wirklich lecker und gut. Danach wollte ich ja nochmal irgendwo hingehen, wo ich mir ein bissel das Los Angeleser anschauen konnte. Ich dachte mir, da ich so gegen 5 aufstehen müsste und dann ehh nicht so richtig schlafen könnte, dass ich dann auch nochmal weggehen kann. Außerdem wollte ich den letzten Abend nicht einfach so verschlafen.

Ich hab dann noch eine ganze Weile im Internet geschaut, was man denn am Dienstag Abend in Los Angeles macht. Am liebsten wäre ich ja in einen Darkwave-Club gegangen. Da habe ich aber nichts gefunden. Ich hatte mir dann einen kleinen Club mit Bar rausgeschaut, wo ich dachte, dass ich da nicht wieder so ewig anstehen muss. Als ich dann nach ca. 30 Km dort angekommen bin bin ich da rein und es war total leer und eigentlich nur ne Cocktail-Bar. Also nicht so richtig was für mich alleine und so richtig spannend wars auch nicht – also hab ich nochmal im Internet geschaut und mir nen richtigen Club rausgesucht – wo alle Stars hingehen :-) – und von dem aber echt schlechte Bewertungen zu finden waren. Während der ersten Fahrt bin ich dann nochmal direkt durchs Hochhaus-Zentrum von LA gefahren, was im Dunkeln wirklich beeindruckend war.

Der andere Club war dann direkt in Hollywood. Dort war für einen Dienstag Abend 11 Uhr noch unglaublich was los! Hätte ich nicht gedacht. Ich hab dann mit viel Glück recht schnell nen kostenlosen Parkplatz bekommen – eins muss ich noch schreiben, ich hatte seit eigentlich schon lange kaum noch Bargeld und wollte auch nicht unbedingt was abheben. Für den Abend hatte ich dann nur noch 3,60 Dollar – nicht so wirklich viel – also musste alles recht billig sein :-).

Nachdem ich den Parkplatz hatte bin ich dann zu dem Club gegangen. Ich war dann so 11:20 Uhr da und hab mich schön in die Reihe gestellt, die nicht aus wirklich vielen Leuten bestand. Diesmal wars aber gar nicht so schlimm in der Reihe zu stehen, da das schauen wirklich richtig spannend war! Ich wollte in den Club „Element“ gehen, der wohl wirklich recht „angesagt“ bei Stars ist. Ich hab ja dann zu den schlechtesten aller möglichen Kandidaten gezählt, die in so einen Club „dürfen“ – ein Mann – kein Star und ohne weibliche Begleitung. Demensprechend habe ich eigentlich nur gewartet. Wie gesagt, war es aber richtig spannend zuzuschauen, dass immer wieder irgendwelche „Stars“ gekommen sind und die sich untereinander begrüßt haben. Ich glaube auch, wenn ich so richtig abgeratzt und hochnäßig angekommen wäre, wäre ich recht schnell reingekommen. Die Mädels die waren der Hammer. So richtig hübsch war eigentlich gar keine, aber „Frau“ trägt in LA ein Oberteil, was einen Megaausschnitt hat. Das krasse war dann auch, das die Mädels, die nach mir, mit den tollen Ausschnitten gekommen sind, dann auch recht schnell reingekommen sind und ich nur gewartet habe. Ich war dann schon wieder so angekotzt von den ganzen Leuten (den Einlassern und den Reingehenden – kein Vergleich zu den Leuten von den Konzerten) dass ich eigentlich gar nicht rein wollte. Ab 0:30 war ich dann der nächste in der Reihe – ich hab mir das Treiben dann noch bis 1:00 Uhr angeschaut und bin dann weggegangen. Auch wenns vielleicht doof klingt, wollte ich eigentlich auch gar nix anderes, als da draussen mal in aller Ruhe zuzuschauen. So musste ich ja auch kein Geld bezahlen und hab trotzdem mal etwas von der LAer Schicki-Micki-Gesellschaft gesehen.

Insgesamt fand ich LA dann auch wieder total schrecklich. Vielleicht findet man sich besser zurecht, wenn man wirklich da wohnt, aber für mich ist das ganze ein riesen Moloch, der vieles aber nichts richtiges zu bieten hat, in dem komische Leute wohnen (was vielleicht aber auch daran liegt, dass Leute die in den LAer Club gehen einfach anders sind, wie die Leute, die ich sonst während den Konzerten und After Show Parties gesehen habe) die alle irgendwie versuchen körperlich aufzufallen und vielleicht irgendwie ein berühmter Star werden wollen.

Ich bin dann mit dem Auto zurück in Richtung Flughafen. Dort habe ich dann nochmal ein bissel gepackt, so dass ich dann am Morgen sofort alles fertig hatte. Meinen Gaskocher, die Kühltasche, den Sitz und die 3 Gaskartuschen wollte ich dann eigentlich einem Bettler geben. Das dumme war aber, dass es in Los Angeles ganz im Gegensatz zu San Francisco keine sichtbaren Bettler gibt. So habe ich die Sachen dann einfach mal auf den Fußweg gestellt und habe gehofft, dass einer die Sachen mitnimmt, der sie wirklich benötigt.

Dann war es gegen 2 und ich habe die Rückbank des Autos umgeklappt und hatte dadurch eigentlich eine schöne Liegefläche, auf der ich dann auch halbwegs gut 4 Stunden geschlafen habe.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Der letzte Tag einer Reise ist auch bei meiner Madame und mir irgendwie auch so eine Art Pufferzone. Irgendwie noch am Ort, aber die Gedanken lösen sich schon von diesem hin zur Reise zurück ins home sweet home.
SchickiMicki ist oberflächlich, komisches Gekichere und größtenteils dieses nicht authentische Blecken der Zähne, um die Boulevardpressen mit Berichten über die fröhlichen oberen 10.000 zu füttern. Die Selbstprofilierung steht hier an Nr.1 des Lebensinhalts - by the way, thats their work. Schön das Du so über Deine schlangestehenden Momente denkst, das sie es wohl waren, was Du als Event haben wolltest.

Zu Deinem dagelassenen Krams - vielleicht findest Du ihn auf ebay.com wieder, sollte sich ein findiger Mensch genau darauf abzielend Deine Sachen genommen haben ;o) So aber auf jeden the one and only option at this time.