Ich hab mal wieder richtig schön ausgeschlafen, naja zumindest für meine Verhältnisse in diesem Urlaub. Ich hab bis 7:30 Uhr geschlafen. Das gute war, dass die Sonne die ganze Zeit hinter einem Berg und den Bäumen war und es dadurch nicht so warm und hell im Zelt war.
Danach habe ich gefrühstückt, zusammengepackt und bin dann so gegen halb 9 losgefahren.
Heute wollte ich ja nach Albuquerque fahren und dort dann am Abend zum VNV Nation Konzert gehen.
Die Fahrt hat ca. 4 Stunden gedauert. In der Zeit bin ich fast nur geradeaus 130 Km/h gefahren. Aber trotzdem wars mal ganz entspannend nicht so viel laufen zu müssen. Eigentlich dürfte ich das gar nicht schreiben, da sich dann wieder alle nur Sorgen um mich machen und ich verspreche auch, dass ich das nicht oft mache, aber hier ist ja nun mal gar nix los auf den Strassen und deswegen kann man ganz gut im Reiseführer beim fahren lesen … ich hab dann auch mal einige Fotos auf meinem Fotoapparat gelöscht, damit mal wieder ein bissel Platz ist und jetzt kommts, auch jetzt gerade fahre ich …*schlechtesgewissenhab* aber irgendwie muss ich die viele Zeit zwischen den Kurven doch sinnvoll nutzen – das kommt auch nicht mehr vor, dass ich wieder beim Fahren schreibe, versprochen!
Jedenfalls war ich dann so gegen eins in Albuquerque und hab dann im Motel eingecheckt. Das war ganz ok, aber direkt an der Autobahn :-). Ich hab dann erstmal ein bissel im Internet gesurft, mich um meinen Blog gekümmert und ein paar Videos bei youtube angeschaut. So richtig gabs in der Stadt nix anzuschauen.
Dann hab ich mich geduscht und bin dann doch mal losgefahren. Als erstes hab ich mal den Club, in dem das Konzert war gesucht, dann wollte ich noch in das „National Atomic Museum“, aber das hatte leider gerade geschlossen, als in ankam. In der Nähe von Albuquerque liegt Los Alamos, wo während dem 2. Weltkrieg die Atombombe entwickelt wurde, deswegen das Museum. Da hätte es eigentlich einen 50-minütigen Film zum anschauen gegeben, was mir sehr gefallen hätte :-).
Tja, sonst gabs in der Stadt aber auch gar nichts anzuschauen. Deshalb bin ich dann in ein riesiges Shoppingcenter gefahren und hab ein bissel rumgeschaut, aber nichts gekauft. Dort hab ich dann auch noch was zum Abendessen gekauft (amerikanisches Fast-Food chinesisches Essen – naja ich war satt danach!). Dann bin ich nochmal kurz ins Motel, hab mich fürs Konzert umgezogen :-) und bin los.
Gegen 7 war ich dann drin. Der Club war ja so klein im Gegensatz zum LKA in Stuttgart, wo ich ja kurz davor auch beim Konzert war. Ich bin dann mit ein paar New Mexicoern ins Gespräch gekommen, die auch ca.gings n 4 Stunden gefahren sind. Das lustige war, dass sie erzählt haben, dass sie recht nahe beieinander wohnen – nur etwa 1 Stunde auseinander …. :-) – dazwischen gibt’s dann keine Orte und auch der Ort wo sie wohnen ist total klein und nichts ist da los. Sie waren auch schon etwas eher in Albuquerque und wussten dann aber auch nicht, was sie machen sollten und sind deswegen im gleichen Shoppingcenter wie ich gewesen.
Das Konzert war dann echt sehr sehr cool. Ich habe in Deutschland noch nie so eine Stimmung erlebt, obwohl in Stuttgart bei dem Konzert auch ganz schön was los war, aber die Amerikaner machen noch viel mit und gehen viel mehr ab, während dem Konzert. Als Vorband haben wieder Imperative Reaction gespielt, da war auch schon ne tolle Stimmung, obwohl der Sänger ja meiner Meinung nach überhaupt nicht singen kann … . Während die gespielt haben kam dann Ronan (der Sänger von VNV Nation) mit unter die Zuschauer. Einer von denen, mit denen ich gesprochen habe, hat ihn dann auch angesprochen und länger mit ihm geredet und dann auch ein Autogramm in seine gekaufte Live-DVD bekommen - *awesome :-)* - später stand er dann eine ganze Weile neben mir und hat zugehört. Ich hab dann zwar hallo zu ihm gesagt, aber nicht gewusst, was ich sonst mit ihm reden sollte.
Später als VNV dann gespielt gings nochmal richtig ab. Das war so unglaublich und richtig cool. Leider hatte Ronan am Vortag seine Stimme verloren und so riesige Probleme beim singen. Sie haben dann auch nur eine Zugabe gespielt und auch im Hauptteil ein paar weniger Lieder gespielt. Am Ende des Konzertes haben sie dann versprochen im September nochmal wieder zu kommen – hmm, das nützt mir nicht so wirklich was. Trotzdem war das Konzert neben der ganzen tollen Natur hier bisher eines der Highlights auf der Reise und ich freue mich riesig auf die zwei anderen Konzerte in Salt Lake City und am meisten auf das in San Francisco :-)). Hoffentlich wird die Stimme schnell wieder besser!
Ich hab dann noch ein Mädel, dass zu der Gruppe gehört, gefragt, ob es denn hier Clubs gibt, wo öfters solche Musik kommt, da hat sie gesagt, dass es hier sowas eigentlich nicht gibt und die das alle nur zu Hause hören. Sie hat dann noch gesagt, dass sie vor kurzem noch bei der Gruppe „Birthday Massacre“ oder so ähnlich waren und die auch richtig gut waren, muss ich mir mal zu Hause raussuchen. Auf jeden Fall kommen die aus Kanada.
Übrigens fällt mir da gerade noch zu New Mexiko ein, dass ich dahin nie ziehen würde. Es scheint hier zwar sehr viel Arbeit zu geben und die Leute sind bestimmt auch nicht arm hier, aber hier ist ja ne total tote Gegend. Generell muss man glaube ich schon sehr aufpassen, dass man nicht in eine tote Gegend kommt in der dann gar nichts los ist. Ich glaube der Großteil der USA ist aber so.
Als ich dann wieder im Motel war, habe ich noch ein Motel für Salt Lake City rausgesucht und bin dann schlafen gegangen.
Hier übrigens noch ein Musiktipp, da ich das heute im Auto die ganze Zeit gehört habe: I am X – The Alternative.
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