Ich hab in der Nacht ewig geschlafen. Ich bin ja gegen 9 ins Bettchen und habe dann bis halb 9 geschlafen. Das war mal richtig toll. In der Nacht ist es aber auch richtig kalt geworden, aber ich kann da auch besser schlafen.
Am morgen bin ich dann nach dem Frühstück gleich losgefahren.
Heute wollte ich die ganzen Geysire anschauen. Auf dem Weg dahin hatte ich ein paar Zwischenstopps geplant. Die ersten Zwischenstopps waren dann aber ungeplant, da immer wieder direkt an oder auch auf der Strasse Bisons standen. Die haben sich auch überhaupt nicht für die Autofahrer interessiert und sind dann auch einfach auf der Strasse stehengeblieben … verscheuchen darf man die ja aber in einem Nationalpark besser nicht und außerdem sinds auch ganz schön große Tiere. Ich habe dann auch noch ein paar durch nen Fluss laufen oder vielleicht sogar schwimmen gesehen, ich weiß aber gar nicht, ob die überhaupt schwimmen können …
Später habe ich dann nochmal gehalten, da man angeblich einen Bären sehen konnte. Ich habe dann mit den bloßen Augen aber nichts gesehen. Später habe ich dann ein stehendes Fernglas von einem Ranger gesehen und ihn gefragt, ob ich mal durchsehen darf und dann auch den Bären, oder besser die Bärin gesehen. Ich hätte es ja nicht erkannt, aber der Ranger hat erzählt, dass er sie ein bissel verfolgt.
Meine erste Station war die Mud Vulcano Gegend. Dort sind ganz viele schlammige Stellen, die zischeln und teilweise sogar mit Schlamm um dich schießen. Das ist bei mir nicht passiert, aber trotzdem wars schon toll das anzusehen und dort hat es dann auch oft richtig schlecht (ich glaube, dass das der Schwefel ist) gerochen.
Dann bin ich aber weiter und habe nur noch kurz an einer Stelle gehalten, an der man angeblich Lachse im Juni den Fluss hochspringen sehen soll. Naja, als ich dort war sind gerade keine Lachse rumgesprungen, also bin ich weiter gefahren. Durch das ganze angehalte und Tiere beobachten wars dann auch schon 12 als ich am Upper Geysir Bassin angekommen bin. Ich habe dann erstmal eine Karte der Geysire gekauft und gefragt, wann die nächsten geschätzten Ausbrüche sind. Dann bin ich nochmal zum Auto und hab mir was zum Mittag geschmiert, dass dann aber mitgenommen auf meine Wanderung durch die Geysire.
Als erstes sollte kurz vor eins der „Old Faithful“ ausbrechen, was er dann auch genau auf die geschätzte Minute getan hat. Das war dann also der erste Geysir in meinem Leben, den ich live sehe :-). An dem Aussichtspunkt, er direkt von der Strasse erreichbar ist, war dann auch ganz schön was los! Und ein ge-ahhh und ge-uhhhe während dem Ausbruch :-).
Generell ist der Yellowstone viel voller als die bisherigen Nationalparks, was wohl auch daran liegt, dass die Saison im Yellowstone einfach sehr kurz ist. Man kommt dann auf der Strasse einfach sehr langsam vorwärts, da immer einer dabei ist, der mal ganz langsam fahren will und meistens keine Möglichkeit besteht zu überholen. Um es vorwegzunehmen, für mich ist der Yellowstone auch nicht der tollste Nationalpark auf meiner Reise. Man sieht zwar nirgends sonst diese Geysire und die tollen Bergbäche und Wälder, aber irgendwie ist der Yellowstone neben den Geysiren einfach zu europäisch. Die anderen Parks haben da eher was, was man so in Europa nie sehen wird. Aber es ist ja nicht schlecht hier, nur so voll :-).
Nachdem ich als den Old Faithful gesehen hatte bin ich dann losgelaufen und hab auf den Wegen alle Geysire in diesem Basin abgelaufen. Innerhalb der nächsten Stunde sollten dann auch noch zwwi andere Geysire ausbrechen (Grand, Daisy) aber der erste war entweder schon ausgebrochen oder hat sich nicht an den Zeitplan gehalten. Nachdem ich da ein Weilchen gewartet hatte bin ich dann mal lieber zum nächsten um den nicht auch noch zu verpassen. Ich war dann auch geradeso pünktlich und habe den Ausbruch von Daisy gesehen. Dazwischen sind dann immer wieder Stellen, an denen sich heißes Wasser in Bassins sammelt, die dann teilweise ganz tolle Farben annehmen. Nach Daisy bin ich in Ruhe weiter zum Morning Glory Pool gelaufen, der echt sehr toll aussieht. Dann bin ich weiter auf dem Geysir Loop gelaufen und hab noch ganz viele andere kleinere Geysire und Pools angeschaut. So richtig ausgebrochen ist aber keiner mehr, während ich gerade vorbeigelaufen war. Aber trotzdem ist es ein einziges geblubbere und gezische während man so durch das Bassin läuft. Nachdem ich unten fertig war, bin ich zu den Aussichtspunkt über das Bassin gelaufen. Kurz bevor ich oben war, habe ich dann gesehen, dass sich wieder sehr viele Leute um den „Old Faithful“ sammeln. Und tatsächlich ist er dann, kurz nachdem ich oben angekommen bin, ausgebrochen. Von da oben sah er dann auch nochmal sehr toll aus.
Nachdem ich damit fertig war bin ich dann wieder ins Auto und bin zum Black Sand Basin gefahren. Dort sind dann auch nochmal richtig schöne Pools und da ist ein Geysir der direkt neben dem Fluss ausbricht, was auch ganz toll anzusehen ist.
Danach bin ich zum Fountain Paint Pot gelaufen. Dort ist nochmal ein Schlammgeysir, von dem es ganz tolle Bilder gibt, der aber in der letzten Zeit wohl etwas eingetrocknet ist und deswegen nicht mehr so schön aussieht. Naja, interessant wars trotzdem.
Nach den ganzen Geysiren wars dann schon nach um 6. Als Abwechslung bin ich dann in einem Fluss baden gegangen, der kurz vorher einen Zufluss von heißem Wasser hat und dadurch eine echt angenehme Temperatur hat. Ich habe davon im Reiseführer gelesen. Die Badepools liegen im Firehole Canyon. Nachdem ich erst nicht so richtig wusste, wo ich hin muss und an einer komischen Stelle angehalten bin, habe ich später die Stelle gefunden. Da standen dann auch ein paar Autos rum, so dass ich wusste, dass ich richtig bin.
Ich hab mir dann meine Badehose angezogen und bin runter gegangen. Im Fluss wars dann auch wirklich richtig schön und angenehm. Er hatte auber auch ne ganz schöne Strömung und dann an den Rändern immer wieder Felsen, die man von innen nicht so richtig gesehen hat. Ein paar Leute sind auch von etwas weiter oben in den Fluß reingesprungen – naja so junge, dass ich das machen muss, bin ich ja auch nicht mehr :-).
Das baden war dann wirklich sehr angenehm und ich war dann auch schön erfrischt, obwohl es auch ganz schön kalt war, als ich wieder an Land war.
Dann wars schon gegen halb 8 und ich wollte mir dann essen machen. Auf dem Weg hatte ich eine richtig schöne Raststelle mit Tischen und Bänken gesehen. Machen wollte ich mir den zweiten Teil der Nudeln. Als ich dann anfangen wollte habe ich gemerkt, dass ich meinen Gaskocher beim Zelt gelassen hab – so ein Mist! Dahin wollte ich aber nun auch nicht fahren, da es wirklich ganz toll da aussah. Zum Glück stand dann noch ein Wohnmobil auf dem Zeltplatz und ich hab dann die Leute gefragt, ob sie mir das Wasser kochen können, da ich meinen Kocher auf dem Zeltplatz gelassen habe. Das haben sie dann auch gerne gemacht (zumindest haben sie es gemacht) und wir haben uns dann noch ein bissel unterhalten. Es war eine Familie mit zwei Kindern (sooo wenig!!) aus Kalifornien. Sie sind 3 Wochen durch die USA gereist. Ist ja auch schon lange für amerikanische Verhältnisse.
Meine Nudeln haben dann auch ewig gebraucht. Die Frau hat gesagt, dass das auch an der Höhe hier liegt, da das Wasser dann nicht so heiß wird und somit die Nudeln länger kochen müssen. Hab ich auch noch nicht dran gedacht.
Als die Nudeln fertig waren, haben wir uns dann verabschiedet und ich hab dann noch noch dort essen können.
Später bin ich dann an den Zeltplatz zurückgefahren und bin dann wieder schlafen gegangen.
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