Donnerstag, 28. Juni 2007

Danke

Ich möchte mich dann auch nochmal bei allen Bedanken, die in den letzten Wochen mitgelesen und gute Tipps gegeben haben, oder mich einfach immer wieder nur gegrüßt haben. Es war auf jeden Fall sehr toll, so immer mal wieder ein bissel in Kontakt mit der „echten“ Welt zu kommen. Das Zitat von Schopenhauer ist dann wirklich nochmal richtig toll! Vielen Dank an anonym :-).

Mittwoch 27.06.2007

Und dann machts *Patsch* und man ist wieder da. Nach einer so langen und irgendwie im Leben doch auch kurzen Zeit sitze ich nun wieder in meiner Wohnung und frage mich – wow was war das – wie war eigentlich das Leben vorher, zu dem ich ja irgendwie zurückfinden sollte. Es ist schon krass, wie sehr ich in den 4 Wochen in einer anderen Welt gelebt habe, ohne dass mir das wirklich bewusst war. Das wird mir erst jetzt, hier in Stuttgart so ganz klar.

Wie meine liebe Mutter schon geschrieben hat, wird es bestimmt auch lange dauern, bis ich alles so richtig verarbeitet habe.

Zusammenfassend muss ich zu der Reise nochmal sagen, dass ich noch nie so intensiv einen Urlaub erlebt habe. Die anderen Reisen waren deswegen überhaupt nicht schlecht, aber auf jeden Fall anders und erholsamer. Diesmal habe ich in den 4 Wochen so ca. 2 Stunden mal richtig relaxt (am Fluss im Zion) wobei ich ja dann auch gleich eingeschlafen bin. Den Rest der Zeit hatte ich immer irgendwas zu tun. Trotzdem fühle ich mich erholt und gut nach dem Urlaub, was auch daran liegt, dass ich in den 4 Wochen praktisch nie so wirklich an das Leben und die Arbeit in Stuttgart gedacht habe. Es ist einfach so, dass man, wenn man alleine reist, viel mehr Kontakte knüpft und dadurch auch viel besser die Leute in dem jeweiligen Land kennenlernt. Das fand ich sehr faszinierend. Von daher würde ich diese Reise nach den ganzen Vorfällen hier zu Hause immer wieder genau auf diese Art und Weise machen.

Dann noch kurz ein paar technische Daten: Ich habe insgesamt doch keine 5000 Bilder gemacht, was aber auch daran lag, dass ich in der letzten Woche eingebrochen bin mit der Anzahl der Bilder pro Tag :-). Ich habe nun 3500 Bilder, die ich allen interessierten Leuten gerne mal in aller Ruhe zeige. Wenn ihr wisst, wie viel Zeit ich pro Bild mit Euch verbringen kann, dann wisst ihr, dass es sehr lange dauern wird! Gefahren bin ich am Ende recht genau 7500 Meilen, was nach Adam Riese ziemlich genau 12000 Km bedeutet. In 4 Wochen ist das echt krass, ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass es so viel wird. Trotzdem war für mich eigentlich nur der 1000 Meilen Tag so richtig anstrengend vom fahren her. Zum Vergleich: Meine aktuelle Jahresfahrleistung hier mit meinem Auto liegt bei ca. 8000 Km. Ich hab auch richtig Angst wieder in mein Auto zu steigen, da ich doch gar nicht mehr mit so nem kleinen Auto, in Deutschland (wo alle so rasen und ganz anders fahren) und ohne Automatik (ja man muss die Kupplung und nicht nur die Bremse beim Anlassen drücken und dass vergesse ich auf jeden Fall irgendwann mal) fahren kann. Wie viel Geld die Reise gekostet hat, weiß ich noch gar nicht. Es war aber auf jeden Fall, trotz den teilweise recht günstigen Zeltplätzen nicht wenig, was vor allem auch durch das tanken kommt, an das ich im Vorfeld ja gar nicht so wirklich gedacht hatte.

Zur Rückreise gibt’s noch folgendes zu berichten. Ich bin morgens dann 6 Uhr zur Autoabgabe gefahren. Die Frau, die mein Auto gecheckt hat, hat dann noch gesagt, dass bestimmt eine Nachgebühr für die Reinigung fällig wird – ich hab erst noch ein bissel mit ihr diskutiert, es dann aber gelassen, mal sehen, was jetzt kommt. Es war aber auch wirklich total dreckig, sowohl innen als auch außen. Am Flughafen war dann alles ganz schön anstrengend, da ich mit dem Riesengepäck ewig rumlaufen musste und auch so riesige Schlangen waren. Ich war dann auch erst kurz vor dem Eincheckstart am Gate.

Im ersten Flieger habe ich neben einer Frau gesessen, die mit ihrem Mann (Pfarrer) zu einer Hochzeit in der Nähe von Atlanta unterwegs war. Wir haben uns dann ewig über die Bibelgeschichte und den Glauben unterhalten, so dass die 5 Stunden total schnell vorbei waren. Ich finde die christliche Geschichte ja schon sehr interessant und bedauere auch ein bissel, dass ich diese nicht als Kind gelernt habe, aber das ist jetzt kein Vorwurf!

In Atlanta hatte ich dann auch nur nen kurzen Aufenthalt. Im Flieger nach Stuttgart hats dann so richtig „Peng“ gemacht. Ich war ja nun die ganzen 4 Wochen nur von Urlaubern oder notorisch optimistischen Amerikanern umgeben, die wirklich nie über irgendwas gemeckert haben, sondern für die es höchsten „great“, „awesome“, „wunderful“ und vielleicht mal „good“ gibt. Im Flieger hat dann eine richtige Schwäbin mit ihren zwei älteren Kindern gesessen und sie hat sich dann die ganze Zeit nur über irgendwas und irgendwen aufgeregt. Ich dachte mir, das gibt’s ja nicht, nun ist der Urlaub vorbei! Zum Glück hat sie mich dann nach kurzer Zeit darauf hingewiesen, dass ja ganz hinten noch ne ganze Bank frei ist. Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen, da ich ja auch schlafen wollte. Ich habe dann eine Stewardesin gefragt, ob ich mich da hin setzen kann und da das kein Problem war, hatte ich dann auf dem Flug einen tollen Sitz, bei dem ich endlich auch mal die Füße hochlegen konnte. Ich habe dann sogar auch ein bissel geschlafen. Trotzdem war ich dann in Stuttgart so richtig durch den Wind und wusste erstmal gar nicht, was das jetzt ist, welche Zeit ist, usw.

Nochmal zur Mentalität der Amerikaner. Das klingt vielleicht alles einfach und oberflächlich, aber trotzdem finde ich es schön, mit positiven und optimistischen Menschen zu sprechen!

Nun sitze ich auf der Couch, packe ein bissel aus, müsste eigentlich ne Menge Wäsche waschen und schaue mal, wie schnell ich ins Leben zurück finde.

Dienstag 26.06.2007

Ich habe bis circa 9:30 Uhr geschlafen und hab dann erstmal noch etwas von dem Rest von dem Frühstück im Motel geholt. Ich hab dann 2 Toasts gegessen und etwas Orangensaft getrunken. Danach habe ich nachgefragt wann die Check-Out Zeit ist. Diese war 12:00 Uhr. Da ich nicht mehr einschlafen konnte und ich eigentlich auch nichts weiter mehr am Tag vorhatte, dachte ich mir, dass ich mal mit dem packen anfangen kann. Ich musste ja alles was völlig verstreut im Auto rumlag (wie schon geschrieben, hatte aber alles sein System :-) ) in die 2 Taschen und die 2 Rucksäcke reinbekommen. Ich hab dann auch schon eine ganze Menge aussortiert, da ich mir dann schon gedacht hatte, dass ich nicht nochmal im Zelt übernachten werde. Ich hab dann 2 Stunden lang rumgepackt und geräumt und bin dann auch ganz gut fertig geworden. Erstaunlicherweise hat eigentlich alles in die 2 Taschen gepasst, die schon auf der Hinreise voll waren, obwohl ich wirklich nicht wenig neues gekauft habe und eigentlich nichts weiter nicht mit zurück genommen habe. Das einzige, was ich nicht mehr zurücknehmen wollte, war die Alumatte (die schon ganz schön viel Platz weggenommen hat) und ein Campingführer (den ich nie gelesen hatte, der aber echt viel Platz weggenommen hat). Sonst habe ich eigentlich alles wieder mit eingepackt. Gegen 12 bin ich dann gestartet, ich habe dann nochmal kurz an einem anderen Motel angehalten um über deren W-Lan (meins hatte mal wieder keins) die letzten beiden Tage in den Blog zu stellen. Dann bin ich auf die letzten 500 Meilen meiner Reise nach Los Angeles gestartet. Ich habe ich Gilroy nochmal kurz angehalten um zu tanken und im Outlet nach einer Sonnenbrille zu schauen. Da die aber alle nicht so toll und auch sehr teuer waren, bin ich dann recht schnell weiter gefahren.

Auf dem Weg bin ich dann noch an der Riesen-Rinderfarm vorbeigekommen, von denen die Österreicher erzählt hatten. Aufgefallen ist mir das eigentlich nur wegen dem fürchterlichen Gestank, der auf einmal in meinem Auto war. In der Farm warten auf engstem Raum Massen von Rindern auf ihr Ende. Sie werden dann noch bei richtiger Hitze von riesigen Sprinkleranlagen feucht gehalten … echt krass!

Ansonsten gings so ca. 200 Meilen nur aber auch wirklich nur geradeaus! Kurz vor Los Angeles wurde es dann mal wieder etwas kurviger.

Ich wollte als erstes an den Zeltplatz direkt am Flughafen (der ist direkt auf dem Strand und direkt über einem starten die Flugzeuge, ist eigentlich echt interessant, aber natürlich nicht ganz so still) fahren, da ich dachte, dass ich dort ein paar „Neuankömmlinge“ finde, die mir vielleicht meinen Herd und meine Kühltasche abkaufen. Als ich dann so gegen 7 am Strand angekommen bin, waren aber leider nur Laer dort, die ich nicht fragen wollte. Also bin ich dann wieder weggefahren und hab nochmal kurz am Flughafen gehalten, um zu fragen, wann ich denn einchecken kann. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich dann schon am Abend eingecheckt, aber ich konnte das erst ab 4:15 Uhr.

Also bin ich dann weiter gefahren. Ich wollte dann erstmal was essen, aber nicht unbedingt in so ein etwas besseres Fast-Food Restaurant gehen. Nun ists ja aber nicht so leicht in dem Riesen Moloch was schönes zu finden. Ich bin dann nach Santa Monica gefahren, da ich wusste, dass auf dem Fussgängerboulevard ein paar Restaurants sind, in denen man schön und nicht teuer essen kann. Nachdem ich dann endlich da war, habe ich erst ein bisschen wegen einem Parkplatz gesucht, dann aber das kostenlose gefunden. Dann bin ich in ein echt gutes Restaurant, wo man schön draussen sitzen konnte gegangen und hab ne Suppe, nen Salat gegessen und einen Kaffee getrunken. Nach den Tagen, an denen ich nochmal richtig viel gefahren bin und nicht wirklich viel und gut geschlafen habe, war ich dann auch ganz schön fertig, als ich endlich mal nicht im Auto gesessen habe.

Das Essen war dann wirklich lecker und gut. Danach wollte ich ja nochmal irgendwo hingehen, wo ich mir ein bissel das Los Angeleser anschauen konnte. Ich dachte mir, da ich so gegen 5 aufstehen müsste und dann ehh nicht so richtig schlafen könnte, dass ich dann auch nochmal weggehen kann. Außerdem wollte ich den letzten Abend nicht einfach so verschlafen.

Ich hab dann noch eine ganze Weile im Internet geschaut, was man denn am Dienstag Abend in Los Angeles macht. Am liebsten wäre ich ja in einen Darkwave-Club gegangen. Da habe ich aber nichts gefunden. Ich hatte mir dann einen kleinen Club mit Bar rausgeschaut, wo ich dachte, dass ich da nicht wieder so ewig anstehen muss. Als ich dann nach ca. 30 Km dort angekommen bin bin ich da rein und es war total leer und eigentlich nur ne Cocktail-Bar. Also nicht so richtig was für mich alleine und so richtig spannend wars auch nicht – also hab ich nochmal im Internet geschaut und mir nen richtigen Club rausgesucht – wo alle Stars hingehen :-) – und von dem aber echt schlechte Bewertungen zu finden waren. Während der ersten Fahrt bin ich dann nochmal direkt durchs Hochhaus-Zentrum von LA gefahren, was im Dunkeln wirklich beeindruckend war.

Der andere Club war dann direkt in Hollywood. Dort war für einen Dienstag Abend 11 Uhr noch unglaublich was los! Hätte ich nicht gedacht. Ich hab dann mit viel Glück recht schnell nen kostenlosen Parkplatz bekommen – eins muss ich noch schreiben, ich hatte seit eigentlich schon lange kaum noch Bargeld und wollte auch nicht unbedingt was abheben. Für den Abend hatte ich dann nur noch 3,60 Dollar – nicht so wirklich viel – also musste alles recht billig sein :-).

Nachdem ich den Parkplatz hatte bin ich dann zu dem Club gegangen. Ich war dann so 11:20 Uhr da und hab mich schön in die Reihe gestellt, die nicht aus wirklich vielen Leuten bestand. Diesmal wars aber gar nicht so schlimm in der Reihe zu stehen, da das schauen wirklich richtig spannend war! Ich wollte in den Club „Element“ gehen, der wohl wirklich recht „angesagt“ bei Stars ist. Ich hab ja dann zu den schlechtesten aller möglichen Kandidaten gezählt, die in so einen Club „dürfen“ – ein Mann – kein Star und ohne weibliche Begleitung. Demensprechend habe ich eigentlich nur gewartet. Wie gesagt, war es aber richtig spannend zuzuschauen, dass immer wieder irgendwelche „Stars“ gekommen sind und die sich untereinander begrüßt haben. Ich glaube auch, wenn ich so richtig abgeratzt und hochnäßig angekommen wäre, wäre ich recht schnell reingekommen. Die Mädels die waren der Hammer. So richtig hübsch war eigentlich gar keine, aber „Frau“ trägt in LA ein Oberteil, was einen Megaausschnitt hat. Das krasse war dann auch, das die Mädels, die nach mir, mit den tollen Ausschnitten gekommen sind, dann auch recht schnell reingekommen sind und ich nur gewartet habe. Ich war dann schon wieder so angekotzt von den ganzen Leuten (den Einlassern und den Reingehenden – kein Vergleich zu den Leuten von den Konzerten) dass ich eigentlich gar nicht rein wollte. Ab 0:30 war ich dann der nächste in der Reihe – ich hab mir das Treiben dann noch bis 1:00 Uhr angeschaut und bin dann weggegangen. Auch wenns vielleicht doof klingt, wollte ich eigentlich auch gar nix anderes, als da draussen mal in aller Ruhe zuzuschauen. So musste ich ja auch kein Geld bezahlen und hab trotzdem mal etwas von der LAer Schicki-Micki-Gesellschaft gesehen.

Insgesamt fand ich LA dann auch wieder total schrecklich. Vielleicht findet man sich besser zurecht, wenn man wirklich da wohnt, aber für mich ist das ganze ein riesen Moloch, der vieles aber nichts richtiges zu bieten hat, in dem komische Leute wohnen (was vielleicht aber auch daran liegt, dass Leute die in den LAer Club gehen einfach anders sind, wie die Leute, die ich sonst während den Konzerten und After Show Parties gesehen habe) die alle irgendwie versuchen körperlich aufzufallen und vielleicht irgendwie ein berühmter Star werden wollen.

Ich bin dann mit dem Auto zurück in Richtung Flughafen. Dort habe ich dann nochmal ein bissel gepackt, so dass ich dann am Morgen sofort alles fertig hatte. Meinen Gaskocher, die Kühltasche, den Sitz und die 3 Gaskartuschen wollte ich dann eigentlich einem Bettler geben. Das dumme war aber, dass es in Los Angeles ganz im Gegensatz zu San Francisco keine sichtbaren Bettler gibt. So habe ich die Sachen dann einfach mal auf den Fußweg gestellt und habe gehofft, dass einer die Sachen mitnimmt, der sie wirklich benötigt.

Dann war es gegen 2 und ich habe die Rückbank des Autos umgeklappt und hatte dadurch eigentlich eine schöne Liegefläche, auf der ich dann auch halbwegs gut 4 Stunden geschlafen habe.

Dienstag, 26. Juni 2007

bilder

morgens im Yellowstone



Fahrt durch die ewige Salzwüste ... ich glaub da gings 200 Km geradeaus
am Lake Tahoe

Wladbrandrauch
wieder in San Francisco ...

Montag 25.06.2007

Ich hab dann bis 8:30 Uhr geschlafen. Dann wollte ich aber auch aufstehen, da ich ja noch nach San Francisco musste und dort noch ein bissel Zeit verbringen wollte

Ich hab mir dann den kostenlosen Kaffee geholt und ein bissel was auf meinem Zimmer gegessen und bin dann so gegen 9:30 Uhr los.

Ich bin dann von Reno erstmal zum Lake Tahoe gefahren, da ich mir den auch unbedingt mal anschauen wollte, da immer alle von dem schwärmen. Der See liegt auf ca. 1900m Höhe, ist sehr groß und soll ein tolles blau als Wasserfarbe haben.

Auf dem Weg dahin habe ich dann nochmal meinen schon mal gewechselten Reifen getauscht, da der, den ich drauf hatte immer wieder wenig Luft hatte und am morgen dann schon wieder bedenklich aussah und ich außerdem lieber wieder die Originalreifen drauf machen wollte. Das hat auch gar nicht so lange gedauert und danach hat es sich echt wieder besser gefahren. Wer weiß, wie viele Liter ich durch den fast platten Reifen vergeudet habe. Mich haben ja auch ab und zu aute angesprochen, dass ich nen platten Reifen hätte, ich hab dann immer nur gesagt, dass der nur ein bissel wenig Luft hat.

Nach dem Reifenwechsel war ich dann schön dreckig an den Händen und bin dann so zum Lake Tahoe gefahren. So richtig begeistert hat er mich dann nicht. Die Fahrt ist zwar schon schön, da man durch richtig hohe Berge und tolle Wälder fährt, aber so richtig blau, wie ich es gedacht hätte, war der See nicht. Das lag aber vielleicht auch daran, dass um den See gerade ein größerer Waldbrand war. Dadurch war alles etwas verqualmt. Ich bin dann auch ewig durch richtigen dicken Rauch oder Nebel gefahren und es waren eigentlich nur Feuerwehrautos, Polizeiautos und ich auf der Strasse. Dadurch bin ich aber dann an den Serpentinen recht schnell vorangekommen, was sonst bestimmt wieder ewig gedauert hätte. Den richtigen Waldbrand habe ich nicht gesehen, nur den Rauch im Wald.

Dann bin ich direkt weiter nach San Francisco über Sacramento. Ich war dann so gegen 15:30 Uhr an meinem Motel an Flughafen. Das Motel war dann echt gar nicht schlecht für den Preis. Im Motel hab ich dann geduscht und alles fürs Konzert fertig gemacht und bin dann los nach San Francisco.

Als ich am Anfang der Reise von San Francisco weg gefahren bin, hatte ich gar nicht daran gedacht, dass ich ja nochmal wieder komme. Der Tag in San Francisco gestern war dann umso schöner. Ich bin dann dahin gefahren wo das Konzert stattfindet und hab auch recht schnell einen sehr guten kostenlosen Parkplatz bekommen. Dort habe ich mir dann doch schon die Jeans angezogen, die ich eigentlich erst am Abend zum Konzert anziehen wollte, da es richtig kalt und windig war.

Dann bin ich nochmal los in Richtung Zentrum gelaufen. Die Wegstrecke waren dann um die 1,5 Km one-way. Das krasse ist ja wieder gewesen, dass ich dabei durch wirklich komische Gegenden gekommen bin, an denen draußen nur schwarze rumstehen. Aber mich hat sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg niemand angesprochen. Auf dem Rückweg lagen dann auch richtig viele Penner auf den Fußwegen. Es ist wirklich komisch, wie schnell man von einem wirklich guten in ein schlechtes Wohnviertel kommt und wie viele Penner es trotz dem ganzen Reichtum in San Francisco gibt und wie schön die Stadt trotzdem ist.

Ich bin dann erstmal nochmal zu dem Thailänder gegangen, bei dem ich an den ersten Tagen essen war. Das war dann wieder richtig lecker. Dann bin ich nochmal in ein paar Läden gegangen, hab aber nix mehr gekauft.

Dann bin ich wieder zurück zum Konzert und habe dann meine Tickets geholt und mich in die Schlange gestellt. Dort habe ich dann mit einem Paar gesprochen, welche im Oktober nach Deutschland kommt und so ein bissel über die Musik gesprochen. Die beiden wollen in Deutschland zum De-Vision Konzert gehen. Lustig.

Die Vorband beim Konzert war dann völlig krass und ich war auch total platt und sprachlos. Die waren eine Mischung aus Punk-Rock und Placebo. Die langsameren Stücke haben eigentlich richtig gut geklungen, aber die beiden haben die ganze Zeit auf so große Blechcontainer draufgeschlagen und die Leute sind nur rumgesprungen. Irgendwie hat das gar nicht zu VNV Nation und zu den anderen Vorgruppen bisher gepasst. Aber die Stimmung war schon nicht schlecht.

Das echte Konzert war dann nochmal richtig toll! Die Stimmung war auch richtig super, obwohl ich insgesamt das Konzert in Salt Lake City am besten fand, da dort eigentlich eine bessere Stimmung war. In San Francisco sind die Leute zwar wie verrückt rumgesprungen, aber haben nicht wirklich mitgesungen. Später bin ich dann nochmal auf die After Show Party. Die war dann in einem Club, in dem wohl am Montag immer Dark Wave gespielt wird. Die Musik da war auch richtig gut.

Da das dann mein letzter richtiger Urlaubstag war, kann ich ja schon mal ein kleines Fazit schreiben. Insgesamt fand ich den Urlaub richtig toll und bin auch im Moment ganz schön traurig, dass ich nun nach Los Angeles zurück muss und dann heimfliegen werde. Ich denke, dass der Urlaub auf jeden Fall auch durch die 3 Konzerte unvergesslich wird, da die wirklich so toll waren! Ich glaube ja nicht, dass es jemals wieder klappt, dass ich überhaupt nochmal alleine hier her fahre und dann auch noch so coole Konzerte genau auf meiner Tour sind. Das tolle war ja auch, dass das Konzert in San Francisco so etwas wie der Abschied meiner Reise hier ist. Irgendwie hatte sich die Reise auch ab dem ersten Konzert geändert und ich fand die Reihenfolge so richtig gelungen, erst recht viel Natur und dann doch nochmal ein paar Leute sehen und kennenlernen. Nach dem ersten Konzert hatte ich auch irgendwie gar keine Lust mehr auf Natur – deswegen wars in der Reihenfolge auch viel besser!

Ich will nicht heim :-).

Sonntag 24.06.2007

Am Sonntag bin ich dann auch wirklich schon 6:30 Uhr aufgestanden, hab dann zusammengepackt und bin nach dem Frühstück 7:15 Uhr losgefahren. Im Nachhinein war das dann schon meine letzte Nacht in meinem Zelt :-(( und ich bin so froh, dass ich das umgebucht hatte.

Dann musste ich ja nochmal 40 Meilen durch den Yellowstone fahren, da der Ausgang so weit weg war. Früh am morgen war das dann aber was ganz anderes. Es war so herrlich! Zum einen war niemand unterwegs und dadurch konnte ich auch das fahren richtig genießen und zum anderen haben überall und immer wieder heiße Quellen, Pools und Geysire gedampft. Sie haben auch so sehr gedampft, da es wirklich richtig kalt war. Im Winter ist der Yellowstone dann bestimmt auch richtig herrlich! Da sind dann ja bestimmt auch nicht so viele Leute.

Nachdem ich aus dem Yellowstone raus gefahren bin, habe ich mich in West Yellowstone nochmal um meinen Blog gekümmert und bin dann zu meiner Riesenfahrt aufgebrochen. Insgesamt bin ich am Sonntag dann 980 Meilen gefahren (ca. 16 Stunden Fahrtzeit) nur unterbrochen von Tank-, Toiletten- und kurzen Esspausen. Ich bin dann am Abend 23:00 (inkl. 1 Stunde Zeitverschiebung, also eigentlich 0:00) in Reno angekommen.

Das dumme in Reno war dann, dass ich eigentlich gar nicht wusste, wo ich übernachten sollte und erst noch dachte, ich fahr auf einen nahe gelegenen Zeltplatz. Dann habe ich mich aber so doof verfahren, das ich dann doch wieder in Reno war und dann noch bei ein paar Hotels nachgefragt hatte, wie viel eine Nacht kostet. Die größeren Hotels waren dann auch alle ausgebucht, so dass ich zum Schluss dann doch mal wieder in einem Motel 6 gelandet bin. Ich bin dann wie ein Stein eingeschlafen.

Sonntag, 24. Juni 2007

bilder bilder bilder

eine Ansicht von Salt Lake City
mein Zeltplatz im Yellowstone Nationalpark
morgens die Sicht aus meinem Beifahrerfenster
der steht gut ...
schwimmende Mammuts
Mammuts beim bedan - man beachte den einen auf dem Rücken :-)
Dragon's Calderon
hier sollten eigentlich Lachs langspringen ... gestern habe ich beim Rangervortrag erfahren, dass sich erst in den letzten Jahren ein kleiner Wasserfall herausgebildet hat, da Teile um bis zu 10 Meter nach Erdbeben angehoben wurden ...
am Yellowstone Lake
gespannte Menge kurz vor dem Ausbruch von Old Faithful

Old Faithful bei AusbruchCastle Geysir
Daisy beim Ausbruch
den Pool fand ich auch toll, als könnte man sich direkt reinlegen ...
Morning Glory Pool
hmm, noch mehr kleine Pools und Geysire


gezische und gedampfe überall
Old Faithful von oben
und nochmal
den Geysir fand ich toll, direkt neben dem Fluss
Sunset Pool
Fountain Paint Pot
ich beim baden im warmen Wasser
mein Abendessen am Fluss
im Grand Canyon of Yellowstone
endlich mal wieder ein Bild von mir :-)



Mammoth Hot Springs
ne "lebende" Quelle
und deren Abflus den Berg hinab

das typische Chaos im Yellowstone ...
... wegen diesem einen Tier ....
Lagerfeuer und mein Essen :-)