Mittwoch, 13. Juni 2007

Montag 11.06.2007

Hallo,

erstmal vielen vielen Dank für die vielen Kommentare und Grüße! Find ich ja klasse, dass hier ein bissel was los ist :-)

Ich werde in Zukunft auch versuchen, anstelle heilwegs - halbwegs zu schreiben, ich finde heilwegs aber gar nicht so schlecht!

Nun mal weiter mit meinem Bericht:

Nach dem Frühstück bin ich dann eigentlich recht schnell auf meine heute Tour gestartet. Es ging zum Toroweap Overlook am nordrand des Grand Canyon. Dort fließt der Colorado direkt vor einem aber ca. 1000m tiefer entlang.

Die Fahrt führte dann fast nur über Schotterpisten und zwar über 160 Km. Gerade das „letzte“ Stück war 100 Km lang – da dachte ich mir dann auch, in Deutschland würdest du nie auf eine Schotterpiste fahren, die 100 Km lang ist, vor allem gibt’s die ja gar nicht.

Die Fahrt war aber echt spannend! Und ich bin auch heilwegs gut vorangekommen. Die letzten 7 Km sind dann aber echt unheimlich schlecht und ich wurde völlig durchgeschüttelt.

Am Toroweap die Aussicht ist wirklich toll. Vor allem kann man direkt an den Rand gehen, der dann unter einem mindestens 1000m abfällt. Ich sitze nun auch gerade hier, direkt an einem Überhang und schreibe mal die letzten beiden Tage auf – das mit dem Überhang ist natürlich nicht wahr – keine Angst, aber wenn ich 3 Schritte nach vorne mache und springe, habe ich nochmal an die 10 Sekunden um über mein bisheriges Leben nachzudenken – mache ich aber nicht! ;-)

Hier habe ich noch einen Holländer und eine Amerikanerin getroffen, die direkt hier zelten. Ist bestimmt auch toll, aber es ist auch ganz schön windig.

Ich werde dann bald wieder zurückfahren. Heute Abend wollte ich dann noch ein bissel im Fluss baden und mal so richtig relaxen :-).

Wie ihr seht bin ich wirklich nicht gesprungen, das Leben ist ja auch viel zu schön! Die Rückfahrt war wieder recht cool, ich hatte noch einen Ranger gefragt, wie hoch es denn wirklich ist und er hat gesagt um die 4000 Fuss – Danilo jetzt bist wieder du gefragt :-) – ich würde mal schätzen an die 1300m. Kurz bevor ich die asphaltierte Straße erreicht habe bin ich aber ganz schön schnell – ich glaub ich hab von ca. 100 noch auf 80 abbremsen können - in ein riesen loch gefahren, was dummerweise mit staub gefüllt war und deswegen nicht wirklich sichtbar war. Ich bin dann weitergefahren, da ich dachte es wäre nochmal alles gut gegangen. Auf der Straße hab ich dann aber gemerkt, dass das Auto recht komisch reagiert und dann bin ich mal an die Seite und siehe da, mein hinterer rechter Reifen war recht platt … mist! Ich hab dann erstmal das Werkzeug zum wechseln gesucht und es dann auch geschafft den Reifen zu wechseln. Ich hab ja hinten dran nen richtigen vollen Ersatzreifen. Nach der ganzen Wechselei bin ich dann im nächsten Ort zu nem Reifenhändler gefahren, ich denke mal der ist da, weil das recht vielen passiert. Direkt nach mir kam auch noch einer mit nem platten Reifen, der Holländer hatte auf der Hinfahrt einen und hatte noch einem beim wechseln geholfen. Also echt ne Todesstrecke für Reifen. Ich denke mal, dass das daher kommt, da viele, wie ich auch, viel zu schnell da langfahren und dann keine Chance mehr haben, bei den wenigen schlimmen Stellen auszuweichen.

Naja, in der Reifenwerkstatt haben sie dann meinen Reifen für 10$ wieder ganz gemacht. Kann mir mal einer sagen, ob der Reifen dann wieder für immer ganz ist, oder ob da jetzt was bleibt? Momentan ist das jetzt erstmal mein Ersatzreifen, aber ich hab ja noch einige Schotterpisten – die übrigens richtig Spaß machen :-) – vor mir.

Ich war dann auch erst kurz nach 6 am Campingplatz und bin dann aber trotzdem noch in den Fluss gegangen. Es war zwar nicht so richtig warm, aber ausreichend um baden zu gehen, außerdem hatte es ja keine duschen und sich im Fluss zu waschen ist dann besser als am Wasserhahn … nachdem ich wieder rein war, habe ich mich noch ein bissel hingelegt und gelesen und über das Leben nachgedacht :-).

Nach dem Essen hab ich dann noch ein paar Bilder fertiggemacht, die ich dann heute in den Blog gestellt habe. Das mit den Bildern nimmt immer ganz schön Zeit in Anspruch, da man ja erstmal die schönen raussuchen muss (ich hab jetzt in 12 Tagen schon 1500 Bilder gemacht, da dauert so ein raussuchen schon ne ganze Weile) und dann muss ich die ja noch bearbeiten, damit sie nicht mehr so groß sind. Mittlerweile hab ich mein System da aber auch schon recht gut verbessert, so dass das heilwegs schnell geht.

Das wars dann zu diesem Tag.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Kaputte Reifen: Ich habe mal gegoogelt und stellte bei einem Beitrag fest:
Heute kann man Autoreifen flicken, indem man einen Gumminippel in das Loch hineinvulkanisiert. Kostet ca. 25 Euro und dauert 20 Minuten. Das macht v.a. Sinn bei Beschädigungen durch Nägel oder Schrauben. Schläuche zieht heute kein Mensch mehr ein. Ich habe o.g. genannte Methode bei zweien meiner 225er W-Reifen machen lassen und bin damit 50.000 und 30.000 Km bei teilweise hoher Beladung und hoher Geschwindigkeit ohne Probleme gefahren.
Wichtig ist, dass man mit dem platten Reifen nicht noch gefahren ist. Die Karkasse, also der Seitenaufbau des Reifens muss o.k. sein.

Anhand dieser Schilderung dürfte das Risiko, wieder einen Plattfuß zu bekommen, gering sein. Allerdings würde ich die Annahme, das ein Blitz niemals in dieselbe Stelle einschlägt, nicht auf den reparierten Reifen anwenden. Weil in diese Annahme noch der sportlich ambitionierte Outdoor-Rennfahrer hineinkommt und somit das Risiko eines Platten im Ex-Platten sich mindestens verdoppelt.